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< Unerwartet wichtiger Sieg im kleinen Bezirkspokalfinale

Aufstieg perfekt? Auswärtssieg im Luftschloss

24.02.2019 18:10 Kategorie: Seniorenmannschaften
Von: Christian Tagsold

Das Spiellokal der Elberfelder Schachgesellschaft ist das Luftschloss, ein wunderbarer Bau aus der Gründerzeit mit viel Platz zum Spielen und Analysieren. Letzte Saison zerstoben unsere Resthoffnungen auf den Aufstieg dort ziemlich unsanft, doch dieses mal wollten wir es besser machen. Dass Julius zufällig dieses Wochenende im Lande war, obwohl er noch sein Praktikum bei Chess 24 in Hamburg abschließen muss, war da natürlich sehr hilfreich und für unseren Gegner mehr als überraschend. Denn die ESG II, immerhin Tabellenzweiter hinter uns, wollte unbedingt gewinnen und trat folgerichtig mit einer recht starken Mannschaft an. Es war alles bereit für einen harten und würdigen Spitzenkampf – der Gesamtschnitt aller 16 Spieler lag erstmals bei einem Match in dieser Verbandsligasaison  über 2000 – und das noch nicht mal allzu knapp!

Wir mussten freilich ziemlich schnell einen Schock verdauen, als Vladi eine Figur und direkt danach den Punkt abgab – dass einer unserer zuverlässigsten Scorer der letzten Jahre einen so schwarzen (!) Tag erwischte, musste erst einmal verdaut werden. Im Anschluss lief es freilich plötzlich reibungslos für uns. Norbert H. hatte zwei frühe Remisangebote abgelehnt, um dann mit einem Sieg den Ausgleich herzustellen. Lennart überspielte seinen Gegner mit einer sehr schön anzusehenden und zu analysierenden Mischung aus positionellem Druck und taktischen Finessen. Ich brachte eine Partie, die eigentlich schon nach zehn Zügen völlig gewonnen war (zwei Mehrbauern, Entwicklungsvorsprung und Damen schon vom Brett…), mit etwas Mühen, aber am Ende doch sicher nach Hause. Alptug spielte ähnlich wie Lennart eine sehr saubere und ansprechende Partie gegen eine etwas verhaltene weiße Spielanlage und sorgte damit schon für einen beruhigenden Zwischenstand und entspannte Gesichter auf unserer Seite: Nach knapp vier Stunden stand es 4:1. André konnte dann zwar eine sehr gute Stellung nicht in einen Sieg ummünzen, aber das Remis brachte trotzdem die Entscheidung. Wie André seinen starken Gegner in dessen Stammvariante unter Druck gesetzt hatte, war dabei durchaus beeindruckend. Julius krönte schließlich den Tag. Er hatte seinen Gegner aus der Eröffnung heraus in eine sehr passive Stellung gezwungen, um ihn dann durch eine einfache taktische kleine Wendung doch wieder ins Spiel kommen zu lassen. Im Endspiel ließ er dann jedoch nichts mehr anbrennen. Dass Julian eine fast schon gewonnene Partie am Ende noch verlor, war dann zwar an sich sehr schade, aber für das Gesamtergebnis nicht mehr allzu ausschlaggebend. 

Angesichts unserer Mannschafts- und Brettpunkte sollte der Aufstieg in die Regionalliga damit gesichert sein und auch die Meisterschaft ist greifbar nahe. Da ein Verband in NRW noch gegen die neue Ligeneinteilung Protest eingelegt hat, wäre das auch beruhigend, denn es ist noch nicht völlig sicher, ob wirklich vier Teams aufsteigen oder alles noch einmal gekippt wird. Allerdings wäre ein plötzliches Votum gegen die neue Ligeneinteilung sportlich doch mehr als fragwürdig, haben doch zahlreiche Vereine ihre Teams und ihre Strategie diese Saison auf die neue Struktur hin ausgerichtet. Insofern sollten wir heute also einfach den Aufstieg klargemacht haben!

Wer uns in die Regionalliga folgend wird, ist nach heute weiter offen, wenngleich ein paar Vorentscheidungen fielen. Der OSC Rheinhausen besiegte Hochneukirch sehr deutlich im 6,5:1,5 und ist damit Tabellenzweiter. Knapper ging es bei Wesel gegen Meiderich/Ruhrort zu, unserem nächsten Gegner. Wesel setzte sich hier mit 4,5 durch und hat nach Startschwierigkeiten in die Saison wieder beste Möglichkeiten. Die ESG II liegt mit Hochneukirch und Meiderich auf den Plätzen 4.–6. Erkrath lauert mit nur einem Mannschaftspunkt weniger auf 7. Damit muss die eigentlich bestens aufgestellte ESG II ab jetzt in die Gänge kommen. Jedenfalls wäre es doch einmal ganz nett, die ESG II bei uns begrüßen zu dürfen, nachdem wir uns mittlerweile ganz gut kennen.