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1. Mannschaft eine erste kleine Bilanz nach zwei Spieltagen

24.10.2017 17:47 Kategorie: Seniorenmannschaften
Von: Christian Tagsold

Die Verbandsliga ist nicht die Bundesliga – eine erste kleine Bilanz nach zwei Spieltagen

Als Aufsteiger fragt man sich natürlich schon ein wenig, wie die neue Spielklasse aussieht und wie man sich dort wird behaupten können. Nachdem wir die letzte Saison mehr als souverän gespielt haben, haben wir uns vorab im Team allerdings keine allzu großen Sorgen gemacht, zumal nur ein Team sicher aus der Verbandsliga absteigen muss (schlimmstenfalls kommt noch ein Stichkampf der Vorletzen beider Gruppen hinzu, sollte DSK II die NRW-Klasse nicht halten können). In dieser Hinsicht sind wir kein klassischer Aufsteiger, der nur nach unten schielt.

Nach zwei Runden kann man dann auch tatsächlich sagen, dass wir wirklich sehr gut angekommen sind und bestens in die Liga passen. Die Verbandsliga ist eben nicht die Bundesliga und das gleich in dreifacher Hinsicht:

Ich hatte ja ein wenig die Befürchtung, dass eine Liga höher auch der Ergeiz der Gegner größer sein würde und damit die Stimmung etwas anstrengender. Doch die bisherigen beiden Aufeinandertreffen waren sehr nett. Wir hatten zwei durchaus spannende Sonntagnachmittag, aber keine Regelstreitigkeiten oder ähnliches Ungemach. Die gegnerischen Team waren im Schnitt deutlich jünger als jene der Verbandsklasse, was es für uns als ebenfalls eher jüngeres Truppe leichter gemacht hat, nach den Partien noch locker zu analysieren und Spaß zu haben.

Zweitens ist die Liga viel ausgeglichener als die Schachbundesliga, jene im Fußball oder auch die Verbandsklasse letztes Jahr. Beide Wettkämpfe waren spannend (dazu gleich mehr) und nach zwei Runden haben alle Teams schon gepunktet – die unteren fünf allerdings jeweils erst ein Unentschieden. Es gibt kein Baden-Baden oder Bayern München und auch keine designierten Absteiger.

Schließlich ist die Liga für uns keine Nummer zu groß. Die 6. Liga ist unsere Kragenweite. Im Gegenteil sind wir rein nach DWZ-Schnitt bisher eher vorne. Am ersten Spieltag haben wir gleich einen Schnitt über 2.000 an die Bretter gebracht – bisher als einziges Team. In der zweiten Runde haben auch unsere Ersatzleute gezeigt, dass sie auf der Höhe sind.

Dass wir durchaus konkurrenzfähig sind, ist unseren Gegner auch schon aufgefallen. In den beiden entsprechenden Spielberichten werden wir als starkes Team bezeichnet – und außerdem einmal als sehr fair, einmal als sympathisch, was mir persönlich fast noch wichtiger ist! Alles bestens also.

Kurz noch zu den beiden Matches. Beide Male ging es 5,5:2,5 aus, beide Male war es ein harter Kampf, beide Male haben wir vielleicht etwas zu hoch gewonnen. Gegen den Mitaufsteiger Moers war der Sieg aber alles in allem doch relativ klar. Beim OSC Rheinhausen (Olympischer Sportclub!) lief es dagegen weitaus chaotischer. Nachdem wir nach eineinhalb Stunden schon zwei völlig gewonnene Stellungen auf Brett 1 bei Julius und 2 bei mir hatten, wurde es unübersichtlich. Die OSCler konnten mit zwei sehr guten Stellungen auf Brett 8 bei Fabian und 6 bei Norbert H. dagegenhalten. Alle anderen Partien wogten hin und her. Dann allerdings kippte Brett 8 hochdramatisch, als Fabians Gegner einfach einen Turm einstellte. Danach brach auch noch Andrés Gegner ein und der Kampf fand ein schnelles Ende. Zu vermerken ist einzig, dass es ein Missverständnis zwischen Julian und mir gab – Julian meinte, es stünde erst 4-1 und nahm ein Remisangebot an – sehr mannschaftsdienlich aber dummerweise gar nicht nötig. Tatsächlich hatten wir da schon 4,5 sicher und Julian hätte seine ziemlich aussichtsreiche Stellung noch weiter spielen können. 6-2 wäre allerdings ganz sicher zu viel des Guten gewesen.

So stehen wir also nach zwei Spieltagen schon wieder (zusammen mit der Elberfelder SG 2, die mit dem bisher niedrigsten DWZ-Schnitt der Liga angetreten ist!) an der Tabellenspitze und haben jetzt saisonübergreifend elf Siege geholt… Ganz so einfach wird es aber diese Saison nicht werden. Ich mache mir keine Sorgen, dass es immer so weitergeht und wir bald tatsächlich in Baden-Baden antreten müssen ;-).